Angstpatient

Ein Zahnarztbesuch ist für viele Menschen etwas Unangenehmes. Sie assoziieren mit dem Besuch Begriffe wie Spritzen oder Bohrer und leiden unter der Ungewisssheit, ob ihnen eine schmerzhafte Behandlung bevorsteht. Doch letztlich sind diese Sorgen ungerechtfertigt, da die genannten Werkzeuge wie Spritze oder Bohrer gar nicht zwangsläufig zum Einsatz kommen.

Doch bei Zahnleiden suchen sie einen Zahnarzt auf und nehmen auf dem Behandlungsstuhl platz. Für die sogenannten Angstpatienten ist soetwas undenkbar. Diese Menschen haben ganz immense Panik bei Zahnarztbesuchen und kommen für gewöhnlich erst dann zum Zahnarzt, wenn die Beschwerden bereits unerträglich sind.

Für den Zahnarzt und die Assistenten sind Angstpatienten eine besondere Herausforderung, da die eigentliche Behandlung nur unter erschwerten Bedingungen oder gar nicht stattfinden kann. Oftmals sind dann psychotherapeutische Maßnahmen nötig, falls der Patient seine Angst nicht selbst überwinden kann.

Dieser Schritt ist besonders wichtig, da eine sonst als harmlos zu bewertende Entzündung durch das lange, bewusste Meiden eines Zahnarztes zu einem echten Notfall werden kann! In diesem Fall muss der Angstpatient dann eine intensive und unter Umständen schmerzhafte Behandlung über sich ergehen lassen und fühlt sich dann in seiner Vorstellung bestätigt, dass Zahnarztbesuche grundsätzlich etwas Schlimmes seien.

Anti-Schnarch-Schiene

Die sogenannte Anti-Schnarch-Schiene ist eine aus Kunststoff gefertigte Schiene, die auf den Zähnen des Ober- und Unterkiefers befestigt wird, um die Kiefer in einer festen Position zu halten. So kann dem Zurückfallen des Unterkiefers bei besonders entspanntem, tiefem Schlaf entgegen gewirkt werden, was eine häufige Ursache für nächtliches Schnarchen ist. Schnarchen kann allerdings auch auftreten, falls die Nasenatmung durch eine Erkrankung wie z.B. Schnupfen behindert wird.

Durch die Verhinderung des Schnarchens mit Hilfe einer Anti-Schnarch-Schiene wird nicht nur der Bettnachbar geschont, sondern auch dem eigenen Wohlbefinden ein Gefallen getan. Durch das Schnarchen wird der Körper nur unzureichend mit Sauerstoff versorgt und der betroffene Mensch ist dementsprechend kaum erholt, müde und hat Schwierigkeiten sich zu konzentrieren.

Brackets

Brackets bezeichnet Elemente aus Metall, die beim Einsetzen von festen Zahnspangen auf die Zähne geklebt werden. Durch diese Brackets wird dann ein Draht gespannt, der durch korrekte Ausrichtung die Fehlstellung der Zähne korrigieren soll. Standart-Brackets werden aus rostfreiem Edelstahl gefertigt. Aber die metallische Farbe, als auch die Tatsache, dass die Legierung Nickelanteile enthält hatte zur Folge, dass andere Materialien zur Fertigung eingesetzt werden. Alternativmaterialien für Brackets sind Gold, Keramik oder Titan. Allerdings müssen die Mehrkosten dieser Brackets in der Regel vom Patienten getragen werden.

computernavigierte 3D-Planung

Das Verfahren der computernavigierten 3D-Planung beschreibt die Planung eines Zahnimplantats mit Hilfe des Computers. Die computernavigierte 3D-Planung ermöglicht eine sehr präzise und fehlerfreie Arbeit. Wichtig ist das insbesondere, falls ein kompletter Kiefer mit (Keramik- oder Titan)implantaten ausgestattet werden muss oder die Kieferknochen besondere Merkmale aufweisen und das Einbringen von Implantaten erschweren. Die computernavigierte 3D-Planung bringt sowohl dem Zahnmediziner, als auch dem Patienten erhebliche Vorteile und Sicherheit.

Dentallaser

Laser werden mittlerweile in vielen medizinischen Bereichen eingesetzt. Auch in der Zahnmedizin werden verstärkt Laser, in Form des sogenannten Dentallasers, eingesetzt. Dentallaser sind nicht immer die optimale Wahl bei verschiedenen Behandlungen, aber können zum Teil ergänzend eingesetzt werden.

Anfangs wurde der Dentallaser zur Wurzel- und Parodontitisbehandlung eingesetzt. Der Laser hat durch sein hochenergetisches Licht eine bakterientötende Wirkung und wird daher allgemein zur Desinfektion eines behandelten Bereichs angewendet.

Sogar bei Karies kann anstatt des konventionellen Bohrers der Dentallaser eingesetzt werden. Dieser trennt dabei kleine kariöse Bröckchen ab und hat den Vorteil, dass die Schmerzen in der Regel geringer sind und das Gewebe geschont wird. Jedoch ist eine Kariesbehandlung mit dem Dentallaser nicht immer geeignet.

DNA-Test

Mit Hilfe eines DNA (zu deutsch DNS)-Tests kann unter Anderem überprüft werden, inwieweit ein Risiko zu Parodontitis besteht. Zur Bestimmung des Parodontitisrisikos / bzw. der -anfälligkeit wird eine Speichelprobe entnommen. Der DNA-Test kann darüber hinaus über einen Zahnfleischabstrich vorgenommen werden, um die Keime zu identifizieren und deren Konzentration zu bestimmen.

Füllung

Eine Füllung ist das Material, mit dem ein Zahn nach einer Behandlung aufgefüllt wird. Die Zahnfüllung kann aus verschiedenen Materialien bestehen - Amalgam ist eine der Möglichkeiten - und wird dann nötig, falls Teile des Zahnes aus gesundheitlichen Gründen entfernt werden mussten.

Hypnose

Mit Hilfe einer Hypnose werden Patienten, darunter auch häufig Angstpatienten, in einen veränderten Bewusstseinszustand versetzt, um Ängste oder auch Schmerzen lindern zu können. Gerade bei extremen Angstpatienten bietet sich Hypnose an, um dem Patienten die Behandlung so wenig unangenehm wie möglich machen zu können. Durch den hypnotischen Zustand bekommen sie die Behandlung gar nicht bewusst mit und es entfällt der Einsatz einer Betäubungsspritze gegen mögliche Schmerzen, die bei einer herkömmlichen Behandlung ohne den Einsatz von Hypnose auftreten könnten.

Karies

Bei Karies handelt es sich um eine Erkrankung, die primär den Zahnschmelz und das Zahnbein befällt. Karies ist in den anfänglichen Stadien zunächst nur auf dem Zahnschmelz zu finden, in diesem Fall ist eine umfassende Behandlung nicht nötig. Solange der Zahnschmelz noch intakt ist, kann dieser durch Fluoridierungsmaßnahmen remineralisiert werden.

Wird die Erkankung in diesen früheren Stadien nicht erkannt und behandelt, kann die Karies bis in das empfindliche und deutlich weichere Zahnbein vordringen und es im schlimmsten Fall zerstören. Dann kann es passieren, dass der darüber liegende Zahnschmelz beim Kauen einfach wegbricht.

Keramikimplantat

Ein Keramikimplantat ist eine aus Keramik gefertigte Ersatzzahnwurzel, die in eine Zahnlücke eingesetzt, also implantiert, wird. An das Keramikimplantat kann dann der Zahnersatz in Form einer Krone oder einer Brücke befestigt werden. Keramikimplantate wurden in den vergangenen Jahren immer mehr durch Titanimplantate verdrängt, da letztere bessere Eigenschaften haben und sehr gut verträglich sind. Ganz neu sind Implantate aus Zirkonium-Keramik, die wiederum noch bessere Ergebnisse liefern sollen.

Kiefer

Der Kiefer ist ein Teil des Schädels im Bereich des Gesichts, der für die Aufnahme der Nahrung zuständig ist. Der Kiefer ist in Ober- und Unterkiefer unterteilt.

Kieferknochen

Der Kieferknochen ist ein wichtiger Bestandteil des Kiefers, da er der Befestigungspunkt der Zahnwurzel ist. Dem entsprechend ist der Kieferknochen auch wichtig, falls Zähne verloren gegangen sind, um ersatzweise Keramik- oder Titanimplantate halten zu können.

Bei Zahnerkrankungen kann auch der Kieferknochen in Mitleidenschaft gezogen werden, falls beispielsweise Karies durch den Zahnschmelz gedrungen und in das empfindliche innere des Zahns gekommen ist. In diesem Fall können die Bakterien sogar über die Zahnwurzel bis in den Kieferknochen vordringen.

nadelfreie Injektion

Um gewisse Behandlungen schmerzfrei durchführen zu können, ist zum Teil eine lokale Betäubung notwendig. Diese werden oft per Spritze verabreicht, aber insbesondere in der Zahnmedizin gibt es immer wieder sogenannte Ansgtpatienten, die unter einer Spritzenphobie leiden.

Da dies sowohl für den behandelnden Arzt, die Assistenten, als auch für den Patienten selbst eine stressige Situation ist, wurden Alternativen entwickelt. Besonders durchgesetzt hat sich die nadelfreie Injektion. Das hierbei eingesetzte, kugelschreiberähnliche Gerät beschleunigt das Betäubungsmittel so stark, dass es unter die Haut injiziert wird.

Die nadelfreie Injektion wird in der Regel als schmerzlos empfunden und hinterlässt keinen sichtbaren Einstich. Weitere Vorteile sind keine versehentlichen Nadelstiche und das deutliche geringere Infektionsrisiko.

Oralchirurg

Das Fachgebiet der Oralchirurgie beschäftigt sich hauptsächlich mit chirurgischen Eingriffen im Mundbereich. Dazu zählen die Entfernung von Weisheitszähnen, die Fixierung von Brüchen und das Einsetzen von Implantaten aus Keramik oder Titan.

Spritzenphobie

Der Begriff Spritzenphobie beschreibt die Angst vor Spritzen bzw. vor Nadeln. Insbesondere bei Angstpatienten ist eine Spritzenphobie keine Seltenheit. Damit auch diese Menschen behandelt werden können, ist für solche Patienten eine Hypnose vor der Behandlung, oder auch eine nadelfreie Injektion des Betäubungsmittels möglich.

Titanimplantat

Neben dem Keramikimplantat als Zahnersatzhalter, gibt es auch die heutzutage sehr verbreiteten Titanimplantate. Titan ist ein sehr leichtes, zugleich aber äußerst robustes Metall, das zudem noch gewebefreundlich ist und in der Regel keine allergischen Reaktionen auslöst. Die Verträglichkeit bei Titanimplantaten ist so gut, dass der Knochen direkt am Implantat anwächst.

Weisheitszahn

Weisheitszähne sind Zähne, die sich in der Regel erst sehr spät entwickeln und häufig Probleme verursachen können, da das Gebiss meistens schon ausgewachsen ist, wenn die Weisheitszähne zu wachsen beginnen. Deshalb müssen die Weisheitszähne oftmals operativ entfernt werden. In einigen Fällen kommt es allerdings vor, dass sich die Weisheitszähne gar nicht erst entwickeln.

Zahnbelag

Zahnbelag (das sogenannte Plaque) bildet sich an den Stellen, an denen die Zähne nicht täglich gereinigt werden. Diese Ablagerungen verhärten sich mit der Zeit und müssen dann vom Zahnarzt entfernt werden. Der Zahnbelag bildet nämlich eine optimale Grundlage für Bakterien, sich zu verbreiten. Mögliche Folgen daraus wären Parodontitis oder Karies.

Zahnfehlstellung

Eine Zahnfehlstellung  bezieht sich auf jegliche Abweichungen im Bereich der Zahnstellungen. Erscheinungsformen sind zum Beispiel der Kreuzbiss, Überbiss und der Unterbiss. Zahnfehlstellungen sind einerseits ein ästhetisches, andererseits aber auch ein gesundheitliches Problem. Es kann zwischen der dentalen und der skelettalen Fehlstellung unterschieden werden, wobei die dentale Zahnfehlstellung insbesondere während der Wachstumsphase zu einer skelettalen Fehlstellung führen kann. Daher sollten vorliegende Zahnfehlstellungen unbedingt behandelt werden.

Zahnhygiene

Zahnhygiene beschreibt die Sauberhaltung der Zähne.

Zahnschmerz

Zahnschmerz entsteht, wenn der Zahn beispielsweise durch Karies angegriffen wird und die Nervenfasern betroffen sind. Obwohl die Zähne das härteste Material im Körper sind, reagieren sie besonders stark auf Schädigungen oder Erkrankungen, da die Nervenstränge in der Zahnwurzel sehr ausgeprägt sind.

Zahnspange

Zahnspangen dienen dazu, Fehlstellungen im Bereich der Zähne zu beheben, sowie auch Fehlstellungen im Kiefer zu richten. Je nach Schweregrad der Fehlstellung gibt es unterschiedliche Zahnspangen-Modelle.

Es gibt sogenannte feste Zahnspangen, die zumeist über Jahre hinweg getragen werden müssen und auch herausnehmbare, lose Zahnspangen, die per Gipsmodell an das jeweilige Gebiss angepasst werden. Auch die losen Zahnspangen müssen über einen bestimmten Zeitraum getragen werden, um die Zahnstellungen zu korrigieren Je nach Behandlung kann es auch vorkommen, dass beide Zahnspangen-Modelle eingesetzt werden (erst eine Feste, danach eine Lose).

Zahnsteinentfernung

Die Zahnsteinentfernung gehört zu dem Bereich der vorbeugenden Maßnahmen, also zu der Prophylaxe, gegen Zahnerkrankungen. Der Zahnstein besteht aus Mineralien aus dem Speichel und stellt in der Regel selbst kein Problem dar, jedoch bildet Zahnstein einen Nährboden für Plaquebakterien, die zu Parodontitis führen können. Daher ist eine regelmäßige Zahnsteinentfernung sinnvoll.

Zur Behandlung können entweder von Hand bediente Geräte oder auch Ultraschall zum Einsatz kommen. Das Ultraschallgerät erlaubt sehr präzises und gründliches Arbeiten, kann aber von empfindlichen Menschen als schmerzhaft oder zumindest unangenehm empfunden werden.

Zahnwurzel

Die Zahnwurzel ist der Teil des Zahns, der mit dem Kiefer verwachsen ist und dem Zahn dadurch Halt gibt. Die Zahnwurzel sitzt unter dem sichtbaren Teil des Zahns, der sogenannten Zahnkrone. Die Zahnwurzel besteht vorwiegend aus dem Zahnbein, der mit dem sogenannten Wurzelzement bedeckt ist. An den Zahnwurzelspitzen befinden sich kleine Öffnungen für Blutgefäße und Nervenstränge.

Zyste

Bei einer Zyste handelt es sich um einen abgeschlossenen Hohlraum bestehend aus Gewebe, das sowohl gutartig als auch bösartig sein kann. Eine Zyste kann mit Blut, Gewebswasser oder Eiter gefüllt sein. Zysten im Mund- und Kieferbereich entstehen meist durch die Zähne oder deren Bildungsorgane. Diese Zysten sind gutartig, in der Regel schmerzlos (außer bei Infektion) und wachsen langsam.